#12: Wirtschaftliche und soziale Herausforderungen und die Rolle der Caritas in der Region

Shownotes

Es wird weihnachtlich – in ganz Deutschland, wie auch entlang der Ems-Achse. In dieser Folge von emsecho begrüßen Dirk Lüerßen, Geschäftsführer des Netzwerks, und Moderator Ludger Abeln Johannes Buß, Caritasdirektor des Diözesanverbandes Osnabrück, als Gast im Studio. Natürlich geht es um die Rolle, die Aufgaben und das vielfältige Engagement der Caritas. Denn wenn die Wirtschaft vor großen Herausforderungen steht, hat dies auch immer soziale Auswirkungen auf den Alltag der Menschen. Die drei diskutieren die Bedeutung von Gemeinschaft und stellen die Unterstützungsmöglichkeiten durch die Caritas und ihre sozialen Einrichtungen vor. Weitere Themen sind die Fachkräftegewinnung, Verdienstmöglichkeiten im sozialen Sektor, die Rolle von Stiftungen und Ehrenämtern sowie die soziale Verantwortung von Unternehmen in der Region.

Wie immer: Viel Freude, Impulse und Erkenntnisse beim Hören und willkommen bei der Ems-Achse.

Wir wünschen allen Hörerinnen und Hörern frohe, friedvolle Weihnachtsfeiertage und einen guten Start ins Jahr 2026!

Lust auf Horizonterweiterung mit Aussicht? Fragen, Themenwünsche & Co. gerne an: info@emsachse.de

Talk mit:

Dr. Dirk Lüerßen, Geschäftsführer Ems-Achse https://www.linkedin.com/in/dirk-l%C3%BCer%C3%9Fen/?originalSubdomain=de

Johannes Buß, Caritasdirektor des Diözesanverbandes Osnabrück https://www.caritas-os.de/ueber-uns/unserestruktur/vorstand/vorstand

Moderation: Ludger Abeln, Sprecher, Autor und Vorstandsvorsitzender der Caritas Gemeinschaftsstiftung Osnabrück e. V.

Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de

Transkript anzeigen

00:00:02: Moin und herzlich willkommen zu Ems-Echo, dem Podcast der Wachstumsregion Ems-Achse, vom stärkste Regionalbündnis Niedersachsens.

00:00:14: Ho ho ho, können wir schon fast sagen, denn wir haben es gar nicht mehr so weit bis Weihnachten.

00:00:20: Herzlich willkommen zum Engs Echo, dem Podcast der MS-Axel.

00:00:24: Ich freue mich, dass wir auch in Dezember es noch mal schaffen, zusammenzukommen, weil ja grundsätzlich der Dezember rappel rappel voll ist mit allen möglichen Terminen.

00:00:33: Heute mit zwei Gästen auf der einen Seite, Dirk Glößen, der Geschäftsführer der MS-Axel.

00:00:37: Schön, dass du da bist, Dirk.

00:00:38: Hallo.

00:00:39: Hi Ludger, hallo.

00:00:40: Und Johannes Busch, der Caritas-Direktor des Diöziesans.

00:00:43: Karitas-Verbandes für das Bistum Osnabrück, direkt aus Osnabrück.

00:00:48: Schön, Johannes, dass du dabei bist.

00:00:49: Sehr gerne.

00:00:50: Ganz kurz die Stimmungslage.

00:00:52: Also wir haben fast schon Nikolaus, der das erste Türchen... An Adventskalender ist schon geöffnet, wobei manche heute ja nicht mehr diesen klassischen Adventskalender haben, sondern sich irgendwelche Säckchen dahin hängen.

00:01:02: Es ist auch nicht mehr immer noch ein Schokolade drin, sondern manchmal auch so ein bisschen Spielzeug vor allen Dingen.

00:01:07: Wenn man Kinder hat, ja, Johannes, wie ist es bei dir?

00:01:09: Wie ist bei euch die Celebration?

00:01:11: Gibt es auch für jedes Kind sozusagen einen einzelnen Kalender oder teilt man das sich bei euch auf?

00:01:16: wie macht man das?

00:01:16: Also wenn ich jetzt sicher wäre, dass meine Kinder das hier hören würden, würde ich ja nicht verraten.

00:01:21: Aber es sind drei Seile mit Säckchen dran.

00:01:25: Super.

00:01:25: Und unsere Kinder freuen sich sehr, wenn da ganz am Ende Weihnachten dann das Legoset zusammengebaut ist.

00:01:32: Also das sind Einzelteile.

00:01:34: Super,

00:01:35: finde ich gut.

00:01:36: Lego, Lego ist sowieso, ich weiß nicht, also wir haben schon damit gespielt, direkt du sicher auch, Johannes, ich gehe mal davon aus, du auch, dass das immer noch so megaaktuell ist.

00:01:43: Was, was, was ist denn da heute so drin?

00:01:45: Früher musste man sich ja so kleine Häuschen bauen und irgendwie mal ein Auto und so weiter, aber das sind ja heute richtig coole Figuren geworden.

00:01:51: Ja, also ich war früher eher Playmobil und meine Kinder Lego, die wollen mit meinen Playmobil-Sachen nicht mehr spielen.

00:01:57: Das ist ja ein Ding.

00:01:59: Aber jetzt sind es irgendwie eine Rakete von Star Wars oder irgendein Paluten-Teil, was zusammengebaut werden muss und irgendwas von Harry Potter.

00:02:08: Also das sind so die Dinge.

00:02:10: Die ganzen Giveaways, die sind es ja nicht, Christian, nicht kostenlos.

00:02:13: Das ist richtig.

00:02:14: Aber

00:02:15: die ganzen Filme und so, die werden jetzt von Lego vermarktet.

00:02:19: Wie ist bei dir, Derek?

00:02:20: Unsere Kids sind ein bisschen größer, wobei Lego ab und zu sogar noch mal rauskommt.

00:02:25: Aber nein, also wir haben vier Kids, die alle das Haus verlassen haben, da braucht man kein Adventskalender mehr.

00:02:33: Aber wir versuchen schon uns trotzdem, gerade in der Weihnachtszeit oder in der Adventszeit, dass man vielleicht noch mal das ein oder andere gemeinsam macht, mal auf dem Weihnachtsmarkt geht oder mein Sonntagsbrunch, damit man sich ein bisschen auch auf das Fest vorbereitet.

00:02:47: oder den Schokoladenbrunnen im Garten sprudeln lassen.

00:02:49: Okay, anderes Thema.

00:02:51: Wir kommen heute nämlich zu einem Thema, was unmittelbar auch mit Weihnachten zu tun hat.

00:02:55: In Weihnachten ist ein christliches Fest und alle warten natürlich dann darauf, dass am heiligen Abend dann man in die Kirche geht und das Weihnachtsfest feiert.

00:03:04: Die Tage sind schon dunkel und natürlich wollen wir heute auch Themen ansprechen mit Menschen, denen es vielleicht nicht ganz so gut geht.

00:03:12: Es geht um Wunschbäume, es geht darum, wie man Geld spenden kann.

00:03:15: Es geht darum, was machen eigentlich zum Beispiel Sozialverbände?

00:03:18: Gerade in dieser Zeit bemerken sie dann ganz besonders, dass es an allen Enden brennt, auch dass die gesellschaftlichen Veränderungen dazu beitragen.

00:03:26: Deswegen wollen wir heute sprechen über die Caritas im Bistum Osterbrück.

00:03:30: Ich habe es ja gerade schon gesagt, Johannes, du bist der Caritas-Direktor.

00:03:33: Wenn ich unterwegs bin, vielleicht geht es dir auch so direkt, dann werfen die ab und zu Caritas und Diakonie und paritätischer, verholfahrtsbar Verband durcheinander, wobei Caritas und Diakonie oft durcheinander geworfen werden.

00:03:46: Vielleicht kannst du noch mal kurz erzählen, wann ist der Caritas-Verband in Deutschland überhaupt gegründet worden und seit wann ist der auch tatsächlich ein Bistum Osterbrück aktiv?

00:03:55: Und der Caritas-Verband ist schon über hundert und zwanzig Jahre alt.

00:03:58: Also wir haben schon viele Jubiläen gefeiert, der entstand, Schönen Erzbistum Köln und da haben sich die Menschen zusammengetan und unterschiedlichster Organisation zusammengetan und gesagt, es gibt so viele Hilfsangebote, die alle als Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer unterwegs sind.

00:04:18: Wir wollen einen Verband gründen, wo man sich gegenseitig beraten kann, unterstützen kann, Zusammenschlüsse finden kann, mit dem Motto Notsehen und Handeln.

00:04:28: Das ist das Motto des Karitas Verbandes und damit ist man überall in Deutschland und eben auch weltweit unterwegs.

00:04:34: Also Caritas ist ja eine Weltmark.

00:04:36: Da wollte ich gerade sagen, wenn man zum Beispiel bei der Tagesschau oder auch beim Heute standal und anderen Nachrichtenformaten, wenn es dann heißt, sie können zum Beispiel bei dieser Katastrophe oder bei diesem eigenes helfen, dann gibt es im Prinzip so einen Zusammenschluss aus vielen Verbänden.

00:04:48: Da ist in der Regel auch immer Caritas international dabei zu erkennen übrigens.

00:04:52: Und das ist ja für viele auch wichtig, wenn die Autos der Caritas in der Gegend herumfahren, dann sind sie meistens in weiß lackiert und haben.

00:05:00: das sogenannte rote Flammenkreuz.

00:05:04: Dazu gibt es ja auch eine Geschichte, Johannes.

00:05:07: Ja, Flammenkreuz, das ist Flamme an sich.

00:05:10: Es wärme Feuer.

00:05:12: Das steht ein Stück weit für die nächsten Liebe.

00:05:14: Der Bibel vielleicht auch so ein Satz brannte uns nicht das Herz in der Brust.

00:05:18: Also dieses Feuer, was wir irgendwie haben müssen, um für andere Menschen da zu sein, das ist das Symbol der Karitas und das wirklich weltweit.

00:05:25: Also wir haben Menschen, die aus der Ukraine zu uns kommen, die gehen an einem Haus vorbei und sagen, hier kriege ich Hilfe.

00:05:31: Ja, also wirklich international steht auch dafür.

00:05:34: Der Caritas Diakonie, beide sind, glaube ich, Mitglied auch in der EMS-Achse.

00:05:38: Wenn du drüber nachdenkst, du hast ja lange auch in Ostfriesland gearbeitet, da ist die Caritas nicht ganz so stark, das ist, glaube ich, eher die Diakonie als Wohlfahrtsverband.

00:05:46: Bist du auch noch kirchlich engagiert?

00:05:47: Ja, also, hier hat ein Stück von meinen ganzen Leben geprägt, auch über eine katholische Studentenverbindung.

00:05:55: Und wir haben natürlich viele Berührungspunkte jetzt auch bei der EMS-Achse mit den Partnern.

00:06:00: Und natürlich ist die Caritas der in der MS-Achse ein Stück weit der Dominierende, würde ich nicht sagen, aber der stärkste Partner, die Diakonieren oder das Risikenteil ein wichtiger Player.

00:06:11: Und dann kommen ja noch viele weitere Akteure dazu.

00:06:14: Am Ende ist es, glaube ich, wichtig, dass wir auch die Vernetzung schaffen zwischen Wirtschaft, zwischen Kommunen, zwischen den sozialen Organisationen.

00:06:25: Denn das ist schon etwas, was wir feststellen, wo wir heute vielleicht auch noch mal darauf eingehen, dass die Schere ein Stück weit auseinander geht.

00:06:32: Es gibt Menschen, denen geht es sehr gut.

00:06:34: Wir haben aber ja zunehmend, dass der Mittelstand wegbricht und es gibt Menschen, die brauchen Hilfe und unterschliesst das Vorm.

00:06:38: Und da sind wir froh, dass wir Karitas, Diakonie und weitere Player hier in der Region haben, die mit viel Erfahrung, aber auch viel Engagement an das Thema rangehen.

00:06:46: Kommen wir gleich noch mal drauf, weil ich glaube, es ist auch schon wichtig, auch mit das mal einzuorten, weil es ist für viele eine kirchliche Einrichtung, es ist aber ein eigenständiger Verband, der selbstverständlich an der Stelle auch zur katholischen Kirche gehört.

00:06:58: Und Johannes, vielleicht kannst du auch noch mal sagen, du bist ja nicht nur in Anführungsstrichen der Karitasdirektor und auch kirchlich engagiert, sondern du hast ja tatsächlich auch noch ein Amt in der Kirche.

00:07:08: Ja, also insofern der Karitasdirektor ist für den Karitasverband irgendwie Vorstandsvorsitzender.

00:07:14: ist gleichzeitig irgendwie auch ein Angestellter des Bistums und den erweiterten Bistumsleitungen zu Hause.

00:07:21: Privat, das nennt man damit, zivilberuf darf ich noch als Diakon, was so neben Familie und Job noch möglich ist in der Gemeinde unterstützen.

00:07:30: Also sind im besonderen Menschen, die sagen, wir wollen unsere Kinder taufen, trauen, beerdigen.

00:07:36: Das gehört dazu.

00:07:38: Es ist ein großer Bereich.

00:07:39: Der hat es gerade schon angesprochen.

00:07:41: Wir können einfach davon ausgehen, dass wenn wir uns hier unterhalten, dass es uns einigermaßen gut geht, dass wir also eigentlich nicht von der Hilfe auf die Hilfe der Caritas zurückgreifen müssen auf der anderen Seite.

00:07:50: Also als ich klein war, als ich junge war oder es geht vielleicht dir kund dir aus, Johannes.

00:07:55: Ich war zum Beispiel Messdiener und man brachte das den Kirchenboten rum oder man hat Spenden gesammelt,

00:08:01: etc.,

00:08:02: etc.,

00:08:02: weil auch damals das Thema Armut ja schon da war.

00:08:05: Und man ja auch schon sehr früh, zumindest ist das aus meiner Erfahrung so, auch an dieses Thema herangeführt wurde, dass es nicht nur allen Menschen gut sind und dass man auch für die Menschen eintreten soll, die in Not sind.

00:08:17: Deswegen auch dieses Motto Notsehenden und Handeln, was ich damals noch nicht kannte, aber damit bin ich sozialisiert worden.

00:08:23: Ist das bei dir auch so gewesen, Johannes?

00:08:25: Ja, ist so.

00:08:26: vielleicht ganz aktuell.

00:08:27: Wir haben letztes Wochen in uns getroffen mit neunzig ehemaligen Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern der Walnoster Messdiener.

00:08:33: Übrigens einmal Messdiener, immer Messdiener.

00:08:36: Es ist da das Motto.

00:08:38: Und man hat Menschen gesehen und mit denen man zusammen aufgewachsen ist, die sind aus Süddeutschland, aus was, was ich vorgekommen und haben gesagt, das war für uns so wertvoll diese Zeit.

00:08:47: Nach vielen Jahren des Weggezogenseins kommen wir zusammen.

00:08:51: Und wenn man dann mit den Leuten spricht, sind ganz viele im sozialen Bereich engagiert, hauptberuflich.

00:08:56: Also ganz viele in der Jugendhilfe als Ärztin im Krankenhaus.

00:09:00: Also das hat mich schon wirklich fasziniert und aber auch überrascht, dass das wir wirklich so ... Engagement haben für andere.

00:09:07: Ist doch wahrscheinlich auch prägend, Dirk.

00:09:09: Also das wollte ich gerade sagen, wenn man das so auch der Nah aus, dass da muss ja auch ein gewisses Gefühl dafür haben, glaube ich.

00:09:15: Ich glaube, so Hilfsbereitschaft und sowas kannst du nicht dir anlernen, sondern es muss im Prinzip schon in dir drin stecken, Dirk.

00:09:22: Ja, ich glaube, das ist das, was viele heute sicher auch wünschen von... dem den Arzt von Studierenden mehr.

00:09:31: ein Stück weit eine Vereinzelung manchmal wenn die jungen wie alt ich will das gar nicht auf die Generationen, aber wenn Menschen eben zunehmend sich mit Social Media noch beschäftigen beim Sport lieber ins Fitnessstudio gehen anstatt im Verein zu sein.

00:09:48: Und da sind die Messziner, ich war selber tatsächlich auch Messziner, aber es gilt natürlich auch für viele andere.

00:09:54: Nehmen wir die KALJB oder die Landjugend allgemein, nehmen wir die Fahrtfinder und so weiter, dass Menschen eben gemeinsam was machen, soziale Kompetenzen lernen und ob das dann nachher in den sozialen Bereich führt oder ob das einfach dazu führt, dass ich ein besserer Teamplayer bin.

00:10:09: Und das gilt natürlich auch für die Sportvereine.

00:10:11: Das gilt letztendlich alles, wo junge Menschen oder Menschen überhaupt Gemeinschaft erfahren.

00:10:16: Ich glaube, das schärft so ein bisschen den Blick nach links und rechts.

00:10:19: und das schärft vielleicht auch ein bisschen den Blick darauf, dass das nicht so klassische Werdegänge sind, wo man in seiner Bubble lebt und man ist vielleicht nur unterprivilegierten Kindern und nur unterprivilegierten Familien, sondern dass man dann in solchen Gruppen auch mal sieht, Mensch, da trägt vielleicht jemand die Kleidung seiner Geschwister auf und andere Dinge, wo man eben sagt, es muss nicht gleich für Armut stehen, sondern es kann ja ein Stück weit auch gezielte Nachhaltigkeit sein.

00:10:45: Aber wo man merkt, es muss auch nicht immer alles nur Schikimiki sein, sondern wo man sieht, dass es anderen Menschen anders geht und da einen Blick fürzukriegen, finde ich, glaube ich, auch ganz wichtig.

00:10:55: In jedem Fall.

00:10:56: Und wir kommen natürlich gleich auch noch mal auf das Thema, also was Unternehmenverbände wie der Caritas-Verband eben gerade in diesem Bereich, um Menschen da nicht ganz alleine zu lassen.

00:11:05: Aber vielleicht sollten wir noch mal ein bisschen auf die Struktur zurückkommen.

00:11:07: Wir haben ja gerade schon mal darüber gesprochen, woher kommt der Caritas-Verband heute mit Sitz in Freiburg?

00:11:14: also als deutscher Caritas-Verband mit einer Depondance noch in Berlin.

00:11:18: Aber, Johannes, das ist eine riesen Landschaft von Caritas-Verbanden.

00:11:22: Du bist ja dann auch mit drin sozusagen in der Führung dieser ganzen Verbände.

00:11:27: Siebenundzwanzig die ÖZSAN Caritas-Verbande gibt es und sie bilden quasi die mittlere Ebene der Struktur.

00:11:33: Und einer dieser Caritas-Verbanden ist der DCV seit der ÖZSAN Caritas-Verband Osterbrück.

00:11:39: Kriegt man das denn überhaupt noch unter einen Hut?

00:11:41: Weil manche haben das Gefühl, Bundesländer sind schon zu viel, aber siebenundsechzig Karitasverbände, wie funktioniert das?

00:11:48: Ja, ich glaube ehrlich gesagt so ähnlich wie bei den Bundesländern.

00:11:54: Die Ideeführung aus einer Hand können wir da auch vergessen.

00:11:57: Also die Trägerlandschaft ist so bunt.

00:12:00: Es sind Vereine, die Träger von Caritas Einrichtungen sind, Orden, Caritas Verbände selbst auf unterschiedlichen Ebenen.

00:12:09: In Deutschland insgesamt sind es über siebenhunderttausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Caritas-Familie.

00:12:15: Also in der Region Ems-Fächte sind es alleine ungefähr zwanzigtausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:12:23: Unsere Zielrichtung zu sagen, wir wollen irgendwie Einheit in dieser Vielfalt leben.

00:12:28: Und da arbeiten wir ganz, ganz viel für diese Verbandsentwicklung.

00:12:32: Und manchmal bist du sehr nah dran ein Einrichtungen, manchmal ein bisschen weiter weg.

00:12:36: Ich glaube, dass es in allen Organisationen so eine Problematik, die da drinsteckt.

00:12:41: Das gerade schon mal gesagt, also das ist doch ein.

00:12:44: bei der Kirche angestellt bist, also beim Bistum angestellt bist.

00:12:47: Und natürlich gibt es bei uns auch verschiedene Regionalverbände.

00:12:51: Vielleicht kannst du noch mal kurz erklären, weil die sozusagen der Dachverband sitzt in Osnabrück, aber du weißt ja selber, wenn man zum Beispiel aus Berlin oder aus Paris oder so was alles in die Region hineinstreut, man kann eine gewisse Sache machen, aber ich glaube, es ist auch schon wichtig, dass in den Regionen auch noch mal direkte Ansprechpartner sitzen, die dann sozusagen auch die Regionen am besten kennen und auch wissen, was sie dazu tun haben.

00:13:13: Probleme besonders liegen, denn die sind ja durchaus unterschiedlich auch in so einem in Anführungsstrichen kleinen Bistumen wie aus La Brug.

00:13:19: Also bei unseren Mitgliedern ist es so, dass wir schon sehr große Mitglieder haben und die kennt man in der Region Emsfechte auch.

00:13:26: Das sind die großen Krankenhaussysteme, die wir in Nordhorn, Lingen, Mappen, Sögel, Haselünde, Lea und so weiter haben.

00:13:33: Die katholischen Krankenhäuser, dann die großen Behindertenhilfe-Einrichtungen, die heißen dann Christophorus, St.

00:13:39: Lukas, Vitus, Lotze.

00:13:41: Die ganzen Eidnilfe-Einrichtungen, also ganz sicher alles, was mit Sankt anfängt, ist irgendwie eine katholische Karitas.

00:13:48: Karitas Einrichtung, genau.

00:13:50: Und es ist so, dass wir unterschiedliche Regionen haben.

00:13:53: Also die Stadt Bremen gehört zum Bistum Osnabrück, Stadt- und Landkreis Osnabrück, Grafschaft Bentheim, Emstland, Ostfriesland, Twistring, Diepols.

00:14:02: Und da gibt es sogenannte regionale Verbände nochmal, die auch besonderen die Beratungsstellen bei sich haben.

00:14:08: Und da versuchen sehr nah an den Menschen zu sein.

00:14:11: Und da ist es wirklich ... überhaupt nicht sinnvoll aus Osnabrück heraus zu sagen, wo engagiert ihr euch an welchem Ort mit genau welchem Thema, sondern wir wissen und zwar werden wir uns immer weiter darauf einstellen müssen, dass in den Regionen die Entscheidungen auch getroffen werden.

00:14:27: Ja, das ist

00:14:28: ja gerade das Thema auch schon angesprochen Einheit in Vielfalt.

00:14:31: Das heißt also wir sind ja sehr sehr vielfältig unterwegs als Karitasverband und Ich glaube schon, dass viele gar nicht wissen, du hast gerade so Sachen angesprochen wie Krankenhäuser, dass man in der Pflege unterwegs ist und so weiter.

00:14:41: Das wissen viele, aber auch so Krankenhäuser, Mediziner.

00:14:44: Das ist alles auch zum Karitasverband dazugehört.

00:14:47: Aber vielleicht können wir auch noch mal sagen, wo wir besonders stark sind und worauf der Karitasverband auch besonders stolz ist, dass wir in diesen Bereichen es immer noch schaffen, Hilfestellungen zu leisten, wo sich oftmals der Bund und auch das Land aus dieser Hilfe verabschieden.

00:15:03: Natürlich in den Systemen ist man unterwegs.

00:15:06: Das Krankenhaussystem und die Finanzierung ist ein ganz eigenes.

00:15:09: Für die alten Hilfe, ganz eigenes.

00:15:11: Für die Suchthilfe, ganz eigenes.

00:15:13: Für die Pflege, ganz eigenes.

00:15:15: Wo wir eben sehr viel Wert darauf legen, ist einfach auch in den Beratungssettings für die Menschen da zu sein.

00:15:21: Und Ludger, du sagtest eben, wir sind ja ganz gut gesettelt.

00:15:25: Wir brauchen diese Hilfe nicht.

00:15:26: Aber es gibt auch Situationen, in denen Menschen, die finanziell nicht so große Sorgen haben.

00:15:31: Richtig.

00:15:32: trotzdem Beratung brauchen.

00:15:33: Also gerade, wenn es im Bereich der allgemeinen Sozialberatung geht, da kommen Menschen mit ihren Eheproblemen, da kommen Menschen mit Erziehungsproblemen mit ihren Kindern.

00:15:42: In der schwangeren Beratung kommen viele, viele, gerade junge Frauen, die sagen, ich brauche jetzt Hilfe.

00:15:48: Mein Leben verändert sich so sehr, ich brauche eine gewisse Begleitung für eine Zeit.

00:15:53: Also gerade in diesen Sozialen Beratungsangeboten ist auch so ein Kernauftrag von Caritas.

00:15:58: Also die Einrichtung, aber auch diese Beratungs-Settings.

00:16:01: Da versuchen wir alles reinzusetzen, das zu erhalten.

00:16:04: Warum gehen so viele Menschen davon aus, dass es eigentlich eine staatliche Aufgabe ist?

00:16:07: Würdest du das im Grunde genommen aussehen, Dirk, dass man sagt, eigentlich wäre das doch die Aufgabe des Staates oder zumindest der Kommunen, dass sie sich da engagieren.

00:16:15: Und hier ist es aber Caritas, die sich da besonders reinhängen.

00:16:19: Und das sind ja auch Angebote, die ja kostenfrei sind für die Menschen, die zu uns kommen.

00:16:23: Ich bin ja ein großer Freund der Subsidiarität.

00:16:25: Das heißt, die kleinste Einheit soll es lösen.

00:16:28: Das heißt, ohne die Diskussion tiefer anzustoßen, müssen wir auch schauen, welche Verantwortung liegt beim Einzelnen in der Familie und wie geht es dann weiter.

00:16:36: Und ich glaube, dass keiner den alle umfassenden Staat will und das können wir uns auch nicht leisten.

00:16:42: Ich glaube, es wird eine große Herausforderung ja auch in der Zukunft.

00:16:47: gehen wir mit dem Sozialsystem um und wir können halt froh sein.

00:16:50: Das ist, und neben den professionellen Strukturen gibt es ja auch bei vielen, vielen Einrichtungen auch eine ehrenamtliche Begleitung, eine ehrenamtliche Struktur.

00:17:01: und traditionell ist es ja so, das sehen wir in dem sozialen Bereich, das sehen wir aber beispielsweise bei den Kammern, das ja in den Nichtstaatlichen stellen, dass die Bereitschaft Ehrenamt auszuüben deutlich größer ist.

00:17:12: Also wenn der Staat das übernimmt, dann kann ich mich auch auf die Position beziehen, dafür zahl ich Steuern, dann soll er das machen, aber dann brauche ich mich ja nicht engagieren.

00:17:19: Und deswegen ist es sehr, sehr gut und wichtig, dass Caritas und andere Akteure diese Aufgaben übernehmen.

00:17:27: Ich glaube, manchmal ist es erschütternd.

00:17:30: wo überall Bedarf ist und wie der steigt.

00:17:33: Wenn wir eben in dem Bereich, meinetwegen, der Suchterkrankungen schauen, der psychosozialen Beratung, da kriegen wir auch die Rückmeldung ja von unseren Arbeitgebern, dass da immer mehr Schwierigkeiten sind.

00:17:44: Also wir sollten alle ein Interesse daran haben, glaube ich, dass wir versuchen, wo liegen auch Ursachen, wo können wir auch Ursachen und nicht nur die Symptome bekämpfen, aber wir sind eben auch sehr, sehr froh, dass es dann eben Ja, die Akteure gibt, die dann eben auch ein Stück weit erste Hilfe leisten.

00:18:02: Wir haben beispielsweise als MSACC auch eine Kooperation mit der Caritas beim Thema psychosoziale Beratung.

00:18:07: Also wirklich so eine Art Notfalltelefon.

00:18:10: Denn genau wie Johannes das gerade gesagt hat, dass psychosoziale Herausforderungen, die schauen ja nicht auf das Checkbook oder das Konto, sondern die treffen einen vielleicht auch unvorbereitetes Moment.

00:18:20: Und damit man da Angebote hat, machen wir das einige andere Arbeitgeber ja auch.

00:18:24: Und auch da ist die Caritas ein guter Partner.

00:18:26: Vielleicht kannst du doch noch ein bisschen einsteigen, Johannes, weil wir merken, dass natürlich auch mit den Angeboten, die da sind, da ist schon so ein bisschen Spannung drauf, weil ja die Menschen, die diese Angebote abrufen, die sich tatsächlich dann auch überwinden, da hinzugehen, weil oftmals das ist auch mit Charme verbunden, dass da der Druck auch zunimmt.

00:18:45: Man schiebt es immer auf Corona, das war mit Sicherheit vorher auch schon da, aber ich glaube, jetzt äußert es sich noch mal ein bisschen stärker.

00:18:51: Ja, es ist spürbar.

00:18:52: Also, sagen wir mal, in der Region Emsfechte vielleicht noch eine Zahl, sind es ungefähr hundertfünfzigtausend Menschen, die wir im Laufe eines Jahres erreichen.

00:19:01: Ob als Patientinnen oder als Bewohnende von Wohnheimen oder eben in der Beratung.

00:19:06: Also das ist echt schon ein großer Brocken unserer Bevölkerung, die wir auch auf unterschiedlichste Art und Weise erreichen.

00:19:14: Es gibt ja jetzt so ein Wort, was häufiger genutzt wird, die Frage nach Resilienz.

00:19:19: Und da diese Frage zu stellen, wie können wir die eigentlich wieder stärken?

00:19:22: Und da bin ich schon der Ansicht, dass die Welt, wie sie sich verändert, wie sie komplexer wird, wie sie schneller wird, wie unser Handeln heute auf mal Einfluss hat auf Menschen, die in Zukunft leben, dass all das irgendwie für viele einfach immer unverständlicher wird.

00:19:39: Diese Drucksituationen, die auch entstehen, auch nicht nur im Job, sondern auch in der Familie, die Rollen, die nicht mehr ganz klar sind.

00:19:48: Also diese Unklarheiten sorgen schon dafür, dass immer mehr Menschen auch Unterstützung benötigen, Beratung benötigen.

00:19:55: Wenn das im Freundeskreis und in der Familie nicht mehr so funktioniert, man sich nicht traut, das da miteinander zu besprechen, dann braucht man vielleicht andere Anlaufstellen.

00:20:04: Die Frage ist natürlich, kommt immer, das habe ich zumindest, wenn ich zum Beispiel die Geschichte mache mit der Roadshow-Erben und Vererben, wo Menschen sich dann wie lange nicht damit beschäftigt haben, was bedeutet eigentlich die Notwendigkeit an der Patientenverfügung in Verbindung mit einer Vorsorgevollmacht und dann auch darüber hinaus noch mal vielleicht sich Gedanken zu machen über das Testament, dass es eben auch unangenehme Themen sind und dass man da ungern drüber spricht.

00:20:28: Glaubst du, dass dieser Schritt und auch das Angebot von der Seite der Caritas, dass der schneller überwunden wird, wenn sie wissen, dass man auch zu denen kommen kann, auf der einen Seite Anonymen, auf der zweiten Seite, dass sie eben nicht Geld dafür bezahlen müssen.

00:20:44: Ja, ich glaube, dass das teilweise ein sehr niedrigschwelliges Angebot ist.

00:20:49: trotzdem erreichen wir immer noch nicht alle, die es brauchen.

00:20:52: Also wir erleben in der Ehe und Familienberatung eine riesenlange Wartezeit.

00:20:57: Und das hat Auswirkungen auf Familiensysteme, auf Kinder.

00:21:01: Also das ist eine Frage nach Resilienz.

00:21:03: Also da könnten wir noch viel mehr tun, aber es ist nicht mehr möglich, weil dann die Mittel sozusagen nicht zur Verfügung stehen.

00:21:10: Aber der Bedarf ist definitiv da.

00:21:13: Wenn man richtig noch viel Werbung machen müsste und würde, dann würde es noch mehr Menschen geben, die sagen, das würde mir wirklich gut tun.

00:21:20: Dir vielleicht noch mal, wir hatten vor kurzem eine Diskussion, da war unter anderem der Generalvika dabei, aber auch ein Unternehmer aus dem Bereich der Emsachse.

00:21:29: Und man war sich dann doch schon auch mit dem Landrat des Landkreises Emsland schnell darüber einig, dass die Zeiten nicht einfacher werden.

00:21:35: Der Unternehmer sagte, wir sind momentan noch gut stehen noch ganz gut da, die Emsachse an sich oder auch das Emsland in einem speziellen Falle, aber auch die Einschläge kommen näher.

00:21:45: Also er sprach davon, dass wir jetzt gerade unterwegs sind mit als Plätzen, die monatlich vernichtet werden, die auch nicht zurückkommen, dass es deshalb nicht auffällt, weil so viele Leute jetzt gerade als Baby Boomer in den Ruhestand treten.

00:21:58: Ist das so, dass wir vielleicht ja auch aufpassen müssen an der Stelle, dass wir auch unser System, auch die Gemeinschaft nicht überreizen?

00:22:05: Was meinst du?

00:22:06: Also

00:22:07: ein bisschen ja in der Blick in die Glaskugel,

00:22:10: wie es weitergeht.

00:22:12: Ich glaube schon, dass das und wir Wir kommen jetzt ja nun gerade aus Südafrika zurück, wo wir ja das Thema Fachkräfte und Anwerbung auch ansprechen.

00:22:21: Also wir merken schon, dass der Druck noch groß ist, Fachkräfte auch zu finden für die Region.

00:22:25: Aber ich glaube, es liegt eine große Chance noch auch für Europa und Deutschland darin.

00:22:30: wirklich ein Stück weit stärker auch auf Afrika zu schauen und wirklich eine Partnerschaft auch anzugehen.

00:22:35: und die Frage auch, ja, wie können wir da auch Märkte erschließen?

00:22:39: Denn momentan ist ja vieles dem geschuldet, dass wir so als Europa zwischen USA und China in der geteilten Welt liegen.

00:22:46: Also mal zu schauen, wo sind neue Partner?

00:22:48: Das betrifft auch Südamerika und da Europa auch mit einem gewissen Selbstbewusstsein nochmal neu aufzustellen.

00:22:54: Ich glaube schon, dass wir nicht nur negative auf die Zukunft schauen müssen, wenn jetzt die richtigen Weichen gestellt werden.

00:23:00: Aber dass das eben zu einer großen Verunsicherung momentan führt und dass, wenn die Einschläge näher kommen, so wie das eben anklang oder genannt wurde und das merken wir ja auch, ja, ich sag mal, eine wirtschaftliche Flaute, eine wirtschaftliche Schwierigkeit ist immer dann noch relativ weit weg, wenn das keine Ahnung, die braunkoloriviere in der Lausitz betrifft, dann sagt man, oh ja, da gehen halt Jobs verloren.

00:23:19: Das ist was anderes, als wenn natürlich in der Nachbarschaft ein Unternehmen beschäftigt erlassen muss.

00:23:26: Und da sind wir toll, toll, toll.

00:23:27: Im Moment noch relativ stabil aufgestellt.

00:23:30: Wir sind eben, wenn ich das mit anderen Regionen in Deutschland vergleiche, noch einigermaßen stabil.

00:23:36: Aber wir dürfen das auch nicht überreizen.

00:23:37: Und das wird die spannende Frage sein.

00:23:39: Und dann müssen wir eben wirklich auch schauen, dass wir, dass wir die Menschen in diesem, in diesem Transformationsprozess, so heißt das ja, meine Transformation eben auch mitnehmen.

00:23:48: Wenn ich da kurz reingestellt

00:23:49: habe, dann merkt

00:23:50: man ja auch, wie Wirtschaft, Sozialwirtschaft zusammen funktioniert.

00:23:55: Natürlich ist für die Wohlfahrt völlig klar, dass unser ganzes System, Sozialsystem funktioniert, nur wenn die Wirtschaft auch funktioniert, wenn Arbeitsplätze da sind und nochmal runtergebrochen.

00:24:06: Wir haben schon wahrgenommen, dass eine Meierwerft intensiv begleitet wurde.

00:24:12: Und an der einen oder anderen Stelle gibt es enge Verknüpfungen.

00:24:16: Also wenn die St.

00:24:17: Lukas... Werkstätten in Papenburg nicht die Kunden Meier und Krone aus Spelle haben, dann haben die Menschen mit Behinderung keine Arbeit.

00:24:25: Also insofern gibt es viele Verknüpfungen, was eigentlich zeigt, dass die Zusammenarbeit super ist in der Region.

00:24:31: Aber insofern, wenn die Wirtschaft schwächelt, dann hat das sofort auch Auswirkungen auf die Sozialwirtschaft und auch auf die Menschen, die da arbeiten.

00:24:39: Direkt nochmal eine Ergänzung dazu.

00:24:41: Genau, man kann ja noch ergänzen.

00:24:42: Am Ende muss es ja auch darum gehen, bei einem sozialen Verständnis, was uns wichtig ist und dass die Gesellschaft zusammenhält.

00:24:49: Und gerade in der Zeit heute, ein bisschen schaue ich eher kritisch auf die politischen Entwicklungen in der Zeit, mit Landtagswahlen.

00:24:57: Und ich glaube, wichtig ist, Es muss der Wirtschaft erst mal wieder gut gehen, denn haben wir eine stabile Wirtschaft, dann sind nicht alle Probleme gelöst, aber dann haben wir natürlich deutlich mehr Mittel, die verteilen können.

00:25:08: Ich glaube, Menschen in Arbeit zu bringen, ist immer noch eine der größten sozialen Taten, ob mit oder ohne Behinderung.

00:25:14: Und das, was du angesprochen hast, Johannes, klar, das kriegen wir ja auch mit.

00:25:18: Es gibt immer dann Verlierer, wenn Zulieferaufträge wegbrechen und so weiter.

00:25:22: Und ich glaube, da können wir uns alle nur wünschen, dass die Wirtschaft wieder anzieht.

00:25:27: weil das natürlich auch für den sozialen Zusammenhalt, für den Wohlstand unserer Gesellschaft extrem wichtig ist.

00:25:33: Wie gesagt, heißt nicht, dass nur Wohlstand alle Probleme in einer, ja, in schere befindlichen Gesellschaft dann löst.

00:25:42: Soziale Probleme sind natürlich auch vorhanden, aber vielleicht kommen wir nochmal auf ein Thema zurück.

00:25:46: Johannes, ich wollte dich jetzt nicht unterbrechen.

00:25:47: Wolltest du dir jetzt doch direkt anschließen?

00:25:49: Ja, vielleicht um... Ich haue ja ab und zu mal eine Zahl raus alleine der alleine die Caritas Familie Zeit Löhne und Gehälter von ungefähr einer Milliarde Euro in der Emsfechte Region aus pro Jahr und die müssen erwirtschaftet werden.

00:26:04: Und das wissen wir, das sind die Firmen, das sind die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.

00:26:09: Das muss irgendwo herkommen in die Sozialsysteme.

00:26:12: Und wir wollen die Kolleginnen und Kollegen gut bezahlen.

00:26:14: Also die sollen nicht schlechter bezahlt werden als in anderen Bereichen.

00:26:18: Und da sind wir auch auf einem guten Weg.

00:26:20: Aber natürlich, das muss erst mal verdient werden.

00:26:22: Du

00:26:22: hast gerade zumindest schon mal die Arbeitsfelder angesprochen.

00:26:25: Das heißt also, wie Herr Dirker sagte gerade, also ich kenne die Themen, so wie Vietnam, Brasilien, Mexiko, Südafrika, dass man auch in andere Felder dort wurde.

00:26:33: Leute vielleicht keine Arbeit haben, dass man versucht, sie für Deutschland zu rekrutieren, dass sie hierher kommen, natürlich unter bestimmten Voraussetzungen.

00:26:40: Aber wenn ich an die Arbeitsfelder auch der Caritas denke, Medizin, Therapie, Rehabilitation, Kinder, Jugendliche hat es du grad schon angesprochen.

00:26:49: Und das in Verbindung mit Menschen in schwierigen Lebenslagen und Menschen mit Behinderung, das sind hier alles Gebiete, wo für ja auch Fachkräfte gebraucht werden, die sich mit diesen Menschen, die dann dort in diesen Systemen sind, ja auch beschäftigen.

00:27:03: Wie sieht denn die derzeitige Lage bei der Caritas im Bistum Osnabrück aus?

00:27:07: Würdest du sagen hier, hallo hier in kleiner Aufruf, wenn Sie in einem dieser Felder arbeiten können, bewerben Sie sich sofort bei uns?

00:27:13: Also es sind immer und überall Stellen offen.

00:27:16: Also wenn insgesamt im Bistum Osnabrück weit über dreißigtausend Menschen hauptberuflich da sind, ist da immer eine Frequenz und natürlich wird man immer suchen.

00:27:24: Und es gibt auch schon Bereiche, wo wir wissen, es würde gar nicht mehr funktionieren, ohne Menschen auch aus dem Ausland zu gewinnen.

00:27:33: Wie Dirk eben auch schon ansprach, wir sind jetzt unter anderem jetzt nicht nur in Südafrika, wie Dirk erzählte, sondern irgendwie in Südostasien unterwegs, in Regionen, wo eben sehr viele junge Menschen sind, die im eigenen Land nicht alle eine Chance finden werden.

00:27:48: Und viele, viele arbeiten schon im Emstland, in unseren alten Hilfereinrichtungen, in den Krankenhäusern.

00:27:54: Ärztinnen und Ärzte, ich glaube, das System würde gar nicht mehr funktionieren, wenn wir nicht Menschen aus dem Ausland gewinnen, also zwingend darauf angewiesen.

00:28:02: Menschen zurück.

00:28:03: Es

00:28:03: gibt hier ab und zu noch diese mehr, das heißt okay bei der Caritas, da musst du zwingend, wenn du dort arbeiten willst, katholisch sein.

00:28:09: Du darfst nicht geschieten sein, du darfst keinen anderen glauben haben.

00:28:12: Vielleicht können wir an der Stelle nochmal so einen kleinen Werbeblock schalten, wo du sagen kannst, Leute, wenn ihr die richtige Einstellung zu Menschen habt, dann seid ihr bei uns gut aufgehoben.

00:28:22: Genau, also die grundsätzliche Einstellungsvoraussetzung ist die berufliche Kompetenz und die Haltung zum Menschen.

00:28:31: Und das ist die Grundsätzlichkeit und es ist für uns nicht mehr entscheidend.

00:28:37: Und das war früher aber ein bisschen anders.

00:28:39: Aber

00:28:39: heute ist es nicht mehr entscheidend, welcher Konfession ich angehöre, wie ich lebe.

00:28:45: Mein Vorgänger hat immer gerne gesagt, wir gucken nicht in die Schlafzimmer der Leute.

00:28:49: Das interessiert uns wirklich nicht.

00:28:51: Und ich darf mal eine Ausnahme machen, also wenn du dann Karitas direkt da bist, dann macht es schon Sinn, wenn du für Kirche sprichst, auch ein Teil der Kirche zu sein.

00:28:59: Also es gibt gewisse Führungspositionen, die wird es in der Gewerkschaft auch geben, dass da muss irgendwie eine Grundleutralität auch durch Mitgliedschaft erkennbar sein, aber nicht für die Kolleginnen und Kollegen in der Fläche, die einfach tolle Arbeit machen.

00:29:13: Du hast da das Thema vorhin schon mal angesprochen, es geht ja darum, du holst Fachkräfte nicht nur aus dem Ausland, auch aus anderen Regionen, in die MSFechte-Regionen.

00:29:22: Wie wichtig sind da zum Beispiel auch Einrichtungen, wie zum Beispiel eben Krankenhäuser oder Kindergärten oder irgendetwas, wo die Caritas im Prinzip auch hier Schild dran kleben hat?

00:29:32: Also, wenn wir Fachkräfte holen, haben wir den großen Vorteil oder auszubilden oder Studierende, dass wir da völlig branschenübergreifend schauen und das betrifft aus Friesland, Emsland, Grafschaft, Bentham im gleicher Maßen.

00:29:45: Dass es ja Menschen gibt, die wollen gerne im ländlichen Raum arbeiten oder die wollen dort leben und es gibt welche, die können sich das gar nicht vorstellen.

00:29:54: Und deswegen müssen wir mal gucken, wer ist unsere Zielgruppe, zumindest erst mal aus dem Inland.

00:29:58: Und fürs Ausland gilt das gleichermaßen.

00:30:00: Wir müssen ihnen auch erklären, dass sie eben hier nicht nach Berlin oder Frankfurt kommen, sondern dass sie hier eben in ländlichen Raum kommen.

00:30:05: Damit sie nämlich auch bleiben, weil Fachkräfte finden, dass eine Fachkräfte finden und binden.

00:30:09: Das sagen wir immer, ist noch viel entscheidender, weil uns ist nicht geholfen, wenn die nach zwei Jahren wieder abwandern.

00:30:15: Und da ist, glaube ich, wichtig.

00:30:16: Und da gibt es ja auch Gespräche schon mit der Karitas, aber auch mit anderen Partnern.

00:30:21: Das wird zum Beispiel sagen, wenn es jetzt Initiativen gibt, wo ich nur Pflegekräfte hole, dann muss ich mich nicht wundern, wenn ich auch auch aus dem südasiatischen Bereich junger Frauen hole, die in dem Bereich gerne arbeiten wollen.

00:30:33: Weil das doch noch ein klassisch weiblich dominiertes Berufsfeld ist.

00:30:37: Wir sehen total große Vorteile in der Kooperation, weil diese jungen Frauen haben in der Regel vielleicht schon Partner oder ein Bruder oder ein Cousin, der auch herkommen möchte, der aber vielleicht nicht unbedingt in der Pflege arbeiten will.

00:30:49: der das dann vielleicht machen würde, damit er nach Deutschland kommt.

00:30:52: Aber das ist ja nicht das Ziel.

00:30:53: Es geht ja auch genau um das, was Johannes gerade sagte, um Menschenbild, um Empathie für den Job.

00:30:59: Und deswegen finden wir das gut und wichtig, zu schauen, wenn dann Verwandtschaft jemand aus dem Dorf mitkommen will, ein Partner, dass man dann sagt, Mensch, okay, was ist denn deine Profession oder woran arbeitest du?

00:31:10: Bist du Lkw-Fahrer oder bist du Tischler?

00:31:13: Und die können wir hier gleichermaßen gebrauchen.

00:31:15: Und ich glaube, dann wird ein Bild raus.

00:31:17: Und das ist ja das, was wir auch wollen, deswegen ja auch in Südafrika.

00:31:20: Und der Fokus eben auf wenige Länder.

00:31:21: Und im Prinzip reden wir da über Vietnam, Mexiko und Südafrika, insbesondere auch die beiden Letztgenannten.

00:31:27: weil wir Community wollen.

00:31:28: Wir wollen den Menschen die Möglichkeit bieten, hier eben andere zu finden.

00:31:32: Und das klappt mit den Wietnamesen und Wietnamesen traditionell in der Region ganz gut.

00:31:36: Und auch die ersten Ansätze für die anderen Länder scheinen ganz gut zu sein.

00:31:39: Aber auch da, also ich glaube, es ist Karitas und wir nehmen ruhig Diakonie und Lebenshilfe.

00:31:46: Alle dazu sind so Teil der Gesellschaft, dass man das nie sagen kann, das ist jetzt typisch Karitas oder das ist jetzt ganz anders, sondern das ist eben wirklich, sie sind ja voll mit drin und damit Geld nehmen für für euch, für die Karriers und alle anderen Partner.

00:31:59: In vielen Dingen gleiche Herausforderungen.

00:32:01: Manchmal habe ich den Eindruck, dass das halt noch nicht alle sehen.

00:32:04: Das, was Johannes eben gesagt hat, eine Milliarde Lohnsumme, von von zwanzigtausend Beschäftigte.

00:32:09: Häufig sind ja die Einrichtungen zum Beispiel für Menschen mit Behinderung, also die Werkstätten und andere, die größten Arbeitgeber vor Ort.

00:32:16: Und das finde ich total spannend.

00:32:17: Ich finde, das ist einfach eine besondere Stärke der Region Ems-Fächter.

00:32:21: Also ich hab schon auch den Blick auf andere Regionen.

00:32:25: Und das, was viele Regionen versuchen, es irgendwie Netzwerke zu schaffen.

00:32:31: Und die MSFechte-Region schafft es auch noch irgendwie in diesem Netzwerk eine Beziehungsebene zu haben.

00:32:36: Und dann kannst du wirklich Lösungen erarbeiten.

00:32:38: Also du kannst regionale Lösungen erarbeiten, weil da eine Vertrauensbasis ist zwischen den unterschiedlichen Akteuren.

00:32:45: Und ich glaube, dass das die Grundlage ist.

00:32:47: Also um in Zukunft irgendwie es für so eine Region zu wuppen.

00:32:51: dass da die Pflege funktioniert.

00:32:53: Da brauchen wir nicht warten, bis ein Sozialgesetzbuch vom Bundeskanzler in die Wege geleitet wurde.

00:33:00: Also da sind Regionen echt schneller und da hat die Region Emsfechte einen riesen Vorteil, weil sie dieses Netzwerk hat diese Beziehung.

00:33:07: Also vergesst mir die aus Riesen nicht, die gehen ja nicht zur Emsfechte, aber zur Ems-Achse.

00:33:12: Ja, ja, entschuldigung.

00:33:15: Die haben wir natürlich auch im Blick, aber das ist ja, glaube ich, das, was Johannes gerade sagen wollte.

00:33:18: Ich glaube, ohne Ökomene funktioniert es sowieso nicht mehr, weil wenn man sich jetzt auf diesen Gebieten auch noch Konkurrenz machen würde, ich glaube, dann würde man auf jeden Fall nicht das Ziel erreichen, was man gemeinsam schaffen würde.

00:33:32: Ja, kann auch nicht die Idee sein.

00:33:33: Also die Diakonie, es lebt, sagen wir mal, aus der Haltung der evangelischen Kirche heraus, die Caritas für die katholische Kirche.

00:33:41: Aber beide Kirchen sagen das, was wir zusammen... Machen können.

00:33:45: Es gibt was Trennendes.

00:33:46: Aber das, was wir zusammen machen können, das sollen wir auch zusammen machen.

00:33:49: Und ehrlich, Not sehen und handeln, das kann man schon zusammen machen.

00:33:52: Also da spricht nun gar nichts gegen.

00:33:54: Insofern hat für uns Ökomene auch Vorrang.

00:33:57: Also wirklich das Miteinander.

00:33:59: Willkommen jetzt nochmal auf ein weiteres Thema.

00:34:00: Wir haben jetzt schon viel über die Strukturen gesprochen.

00:34:02: Vielleicht auch ein letzter Punkt.

00:34:04: Der geht nochmal an Johannes.

00:34:06: geht es um Verdienstmöglichkeiten.

00:34:07: Oft wird ja gedacht, dass gerade bei Sozialverbänden wenig gezahlt wird.

00:34:11: Aber man muss vielleicht auch mit dieser Mehr aufräumen.

00:34:14: Das hat Dirk ja vorhin auch schon gesagt, also wenn man qualifiziert das Personal möchte und das zu sich holen muss, dann muss man natürlich auch die Löhne zahlen, die notwendig sind, um die Leute zu erhalten bzw.

00:34:25: auch erst mal zu engagieren.

00:34:27: Genau, also

00:34:28: Karitas Deutschland.

00:34:30: Deutschlandweit hat eine Arbeitsvertragsrichtlinie.

00:34:34: Und die Summen werden in Bayern gezahlt und auch in Sögel gezahlt.

00:34:39: Und da ist es so, dass die wirklich schon den Standard erreicht haben, um auch vergleichbar zu sein mit anderen Dienstleistungen, auch vergleichbar in der ein oder anderen Stelle mit Industrie.

00:34:52: Da hat es in den letzten Jahren einfach auch Riesenaufschläge gegeben.

00:34:55: Wenn wir uns den Bereich Altenhilfe angucken, hat es wirklich tolle Entwicklungen gegeben.

00:35:00: Wir haben dann so ein bisschen die Schwierigkeiten, dass in Norddeutschland manchmal doch ein bisschen anders vom Land unterstützt wird als in Bayern oder Baden-Württemberg.

00:35:08: Also da haben wir schon manchmal besondere Schwierigkeiten als Arbeitgeber, das auch alles zu schaffen und mitzugehen.

00:35:16: Und ganz sicher haben viele Kolleginnen und Kollegen für das, was sie tun, für das, was sie über Durst tun, für das, was sie an Haltung einbringen, auch mehr verdient.

00:35:26: Das darf man sagen.

00:35:27: aber vom Grundsatz sind die Löhne schon ganz angepasst.

00:35:31: Dick hat vorhin auch schon mal angesprochen und durch Johannes das Thema Ehrenamt.

00:35:34: Ich glaube, da sind wir uns einig.

00:35:36: Es gibt ja nicht nur die Bereiche Ehrenabend Sport in anderen Bereichen, sondern ganz stark auch im Bereich Kirche und Sozialwirtschaft bzw.

00:35:43: Sozialwesen.

00:35:44: Und ich darf das vielleicht auch nochmal an dieser Stelle sagen.

00:35:47: Es gibt ja auch die Caritas Gemeinschaftsstiftung Osnabrück, deren Motto ist Mitmenschlichkeitstiften.

00:35:53: Das heißt, Mitmenschlichkeit auf der einen Seite durch die ehrenamtliche Arbeit, die sie leisten, für die verschiedensten Projekte, die laufen, die meistens auch sehr klein laufen, also auf niedriger Ebene, auf dörflicher Ebene und so weiter, was andere vielleicht gar nicht mitbekommen.

00:36:06: Es sind unheimlich viele Arbeitsstunden in Anführungsstrichen oder ehrenamtliche Arbeit, die geleistet wird, die, wenn der Staat das leisten müsste, es niemals würde bezahlen können.

00:36:16: Und seit zwei Tausend Fünf gibt es dann die Caritas Gemeinschaftsstiftung, die ist damals ins Leben gerufen worden, mit dem Stiftungskapital von zweihundertfünfzigtausend Euro.

00:36:24: Heute sind wir ungefähr bei drei Millionen.

00:36:26: Und es hat sich auch gezeigt, dass diese Gemeinschaft Stiftung auf der einen Seite davon lebt, dass weiter zugestiftet wird, also dass Geld dort hinein gespendet wird und sozusagen dieses Geld mit den Renditen arbeitet und dann das wieder auch in die Projekte ausgeschüttet werden kann.

00:36:42: Und auf der anderen Seite haben wir auch gemerkt, dass es in den einzelnen Regionen noch wichtig ist, dass Menschen tatsächlich auch vor Ort spenden möchten.

00:36:49: Also zum Beispiel für das Emsland gibt es dann die Arche als Stiftungsfonds für die Grafschaft Bentheim, fechte Hoffnungen es gibt in der Region Osnabrück, Korizont in Depot.

00:36:58: als Twistering Mitmensch in der Hansestadt Bremen-Ahoi und natürlich auch, und das ist uns ganz wichtig, glaube ich, auch Johannes Kinder Zukunft geben, weil ich glaube, gerade bei den Kindern, wenn da der Zug abgefahren ist, glaube ich, dann können wir es selten schaffen, dass wir die noch wirklich so integrieren, dass sie eine Chance haben, danach auch im Leben gut klarzukommen.

00:37:16: Ja, und vielleicht nochmal, also warum macht man eine Stiftung?

00:37:20: Also wir haben jetzt in diesen Tagen auch in den Nachrichten gehört, es war noch nie so viel Geld auf dem Konto wie heute bei den Personen.

00:37:28: Privatpersonen.

00:37:29: Das heißt, es haben auch schon Menschen viel Geld.

00:37:32: Und man muss ihnen auch einfach die Chance geben, damit was Gutes zu tun.

00:37:36: Und es sind einfach nicht genug Türen auf gewesen, damit man sein Geld los wird.

00:37:40: Und sinnstiftend loszuwerden, diese Möglichkeit haben sie eben unter anderem über die Caritas.

00:37:47: Und ehrlich gesagt... Wenn wir uns den Bereich Kinder angucken, sind doch viele Kinder von dem, was wir in Deutschland Armut nennen, betroffen.

00:37:56: Also die, die da Schwierigkeiten haben, teilzuhaben an dem, was die anderen Kinder in der Schulklasse haben.

00:38:04: Und das ist deshalb schon eine besondere Möglichkeit, Kindern zu helfen.

00:38:09: Und wir wollen das im nächsten Jahr auch nochmal ausweiten und auch gerade Familienstrukturen nochmal besonders in den Blick nehmen und der Öffentlichkeit zeigen, wo sie wirklich Gutes tun.

00:38:18: kann.

00:38:18: Ich

00:38:18: kann einfach mal so ein paar Beispiele ja vielleicht nennen.

00:38:20: Ich weiß es, Johannes, es gab z.B.

00:38:21: in Nordrhein gibt es immer die Aktion Schulranzen-Aktion.

00:38:26: Was ich überhaupt nicht wusste, man muss heute, wenn man ein Grundschüler sozusagen für die erste Klasse ausstattet, mit dem Schulranzen, mit dem Tuschkasten, dem Tourenbeutel und auch mit den Stiften in allem drum und dran, da liegt man bei vierhundert Euro.

00:38:39: Und ganz ehrlich, das ist für Familien, die vielleicht dann vielleicht nur tausend, zwei Hundert Euro zur Verfügung haben.

00:38:45: Ein Kind aus der Stadt ist unheimlich schwierig.

00:38:48: Und die wollen natürlich auch die gleiche Chance haben.

00:38:50: Also den Vergleich, den man früher gemacht hat, welchen Schulranzen hast du denn?

00:38:54: Den gab es früher, glaube ich, nicht so.

00:38:55: Heute ist das aber schon eine soziale Ausgrenzung, wenn ich da mit dem alten Schulranzen komme.

00:39:00: Insofern auch da von Anfang an noch die Möglichkeit zu schaffen, dass Kinder da gleich groß werden und von Anfang an die gleichen Chancen haben.

00:39:07: Ich finde, das ist ja nur ein Beispiel für viele, wo die Karitas Gemeinschaftsschriftung unter anderem auch unterstützen kann.

00:39:12: Ja, genau.

00:39:13: Also Schulranzen ist ein Beispiel und das kannst du auf andere Dinge auch übertragen.

00:39:17: Und Dirk hat total recht.

00:39:18: Also wir müssen unsere Kinder schon so da hinkriegen, dass sie nicht auf die Marke an der Hose achten, die irgendwo ist.

00:39:26: Also das wollen wir nicht.

00:39:27: Aber es gibt so ein paar Dinge und Schulranzen ist echt so was Komisches, da haben alle den gleichen.

00:39:32: Also da gibt es wiegen nur zwei Varianten und die sind so teuer.

00:39:35: Also da versucht man an der ein oder anderen Stelle dann zu helfen und das darf ich aber auch sagen.

00:39:41: Die Unternehmerinnen und Unternehmer, gerade die Familienunternehmen, die tun das.

00:39:45: Ja, also die braucht da braucht man nur einen kleinen Zugang und das Vertrauen ist da und da wird geholfen ohne Ende.

00:39:53: Das ist wirklich sensationell.

00:39:55: Vielleicht wollte Dirk auch noch mal, wir haben ja zusammen Dirk auch schon was auf die Beine gestellt.

00:39:58: Ich kann mir erinnern, als damals zum Beispiel Corona war, da gab es die Aktion tausend Kilometer für tausend Euro, da bin ich in einer Corona-Zeit eine Woche lang auf dem Rennrad unterwegs ist.

00:40:08: Und wenn man dann Leute anruft und sagt, habt ihr Bock daran teilzunehmen, also ich habe es auch im Bereich der Grafschaft oder auch im Bereich südliches Osnabrück oder Ostfriesland nicht erlebt, dass irgendeiner gesagt hat, nee, da mache ich nicht mit.

00:40:19: Also ich glaube schon, dass die Verantwortung, das heißt ja dann CSR, so Corporal Social.

00:40:24: Responsibility, so ein gespreizter Begriff, aber dass auch Unternehmerinnen und Unternehmer gerade im kleinen, mittelständischen Bereich dann doch schon bereit sind, weil sie auch in dörflichen oder kleinstädtischen Strukturen in Teilen leben, dass sie durchaus bereit sind, das auch mitzumachen.

00:40:40: Und die tausend Kilometer haben dir bestimmt auch gut getan.

00:40:42: Auch das war natürlich ja klar.

00:40:44: Ich konnte mal raus.

00:40:47: Aber

00:40:48: also ich sehe ja oder wir sehen ja alle, dass das die Unternehmen bei uns vor Ort oder wie auch die Privatpersonen auch gerne bei allem.

00:40:57: Elend, was man in der Welt im Blick hat, wo Deutschland ja als Ständen freulich gilt, natürlich auch gerne etwas vor Ort machen.

00:41:04: Und ja, sehr schön, wie du Jorn ist, dass du das gerade formuliert hast, den Menschen auch Möglichkeiten zu geben.

00:41:09: Und das fängt ja an, auch mit Dingen, die gar nicht wehtun, also Kleidung abzugeben und die nicht einfach zu entsorgen.

00:41:16: Und andere Dinge, die Tafeln zu unterstützen, aber eben auch Geld zu spenden.

00:41:21: Und wir merken das.

00:41:23: Thema Klimaschutz, wir haben noch eine kleine Tochter, die MSACs für Klimaschutz gegeben, BH, wo wir sehen, das ist auch bei der Grundjahr auch das Leute gesagt haben, Mensch, das Klima, das ist egal, also letztendlich, wo ich es schütze, aber ich möchte schon trotzdem nochmal hier vor Ort Aktivitäten unterstützen.

00:41:38: Und insbesondere wenn es um das, was ihr angesprochen hattet mit der Frage Erstklässler, ich glaube, wenn es um unsere Jugend geht oder unsere Kids geht, da ist es eben ganz besonders.

00:41:50: weil die Betriebe natürlich auch sehen, Mensch, wir können uns ja auch nicht beklagen, was kommt da für eine nachfolgende Generation?

00:41:57: Dazu neigt man ja schon, ich glaube, seit Wolfgang von Goethe, der schon immer gesagt hat, was danach kommt, das ist nix.

00:42:04: Wir sehen es natürlich sehr differenziert, aber wir müssen eben auch einfach gucken, dass wir die nicht verlieren.

00:42:08: Und ich bin ja von Haus aus politikwissenschaftler oder sehe ich es mal rein, betriebswirtschaftlich oder volkswirtschaftlich.

00:42:14: das Geld, was wir als Gesellschaft in unsere Kinder stecken.

00:42:18: Das ist die beste Rendite, die wir doch kriegen können, weil was wir später reparieren müssen, was uns das kostet, wenn wir jemanden mit siebzehn, mit zwanzig, mit fünfundzwanzig von einem Leistungsempfänger erst wieder zum Leistungserbringer machen.

00:42:31: Also da können wir doch wirklich vorher alles reinstecken.

00:42:34: Und dann kann sich Gesellschaft eben auch viel, viel besser leisten zu sagen, Mensch, okay, und dann haben wir welche, die brauchen auch dauerhaft Unterstützung.

00:42:40: Das ist auch gut so, das sollen wir auch als Sozialstaat machen.

00:42:44: Aber wir, also ich befürchte sozusagen, weil wir vorhin über die Glasskugel gesprochen haben, wenn wir das Thema nicht in den Griff kriegen, dass wir wirklich diese Schere schließen, dass wir diejenigen, die nicht so gute Bildungschancen haben, die eben vielleicht abgehängt werden sehr frühzeitig, wenn wir die nicht wieder frühzeitig einfangen.

00:43:00: und deswegen ist jeder Euro, der da in dem Bereich investiert wird, egal, ob er jetzt aus Spenden kommt, ob er aus Fördertöpfen kommt, vom Staat kommt, glaube ich, ein sehr, sehr gut investierte Euro.

00:43:10: Und du brauchst natürlich auch verlässliche Partner.

00:43:12: Entschuldigung Johannes, erzähl du erst.

00:43:14: Vielleicht dazu.

00:43:16: Die Wohlfahrtsverbände, auch Diakonie und Caritas sind natürlich dann auch dafür da Anwaltschaft für diese Kinder und für diese Gruppen zu sein.

00:43:25: Jetzt mal als Beispiel.

00:43:26: Wir merken schon an der einen oder anderen Stelle, dass sich da Politik und Verwaltung und so auch ein bisschen ändern.

00:43:33: Das hat immer geklappt, dass man Landtagsabgeordnete, Bundeslandtagsabgeordnete in Einrichtungen eingeladen hat.

00:43:38: Die haben sich das angeguckt, die haben zugehört, die haben das mitgenommen und dann wurden Dinge geändert.

00:43:45: Diese Zugänge werden schwerer.

00:43:46: Ich glaube, ganz ehrlich, auch für die Politikerin wird es schwerer, das durchzusetzen, weil die Finanzmittel auch sich verändern.

00:43:54: Wir sind gestern das erste Mal mit tausend zweihundert Leuten.

00:43:58: die aus Tagesbildungsstätten kommen in Hannover zu einer Demo gegangen und haben der Ministerin gesagt, so geht es nicht weiter.

00:44:04: Das heißt, auch diese Anwaltschaft wird lauter werden.

00:44:07: Und nur noch Hintergrundgespräche ist nicht das, was irgendwie funktioniert.

00:44:12: Wir haben im Emstland, in Ostfriesland, in der Grafschaft, wir haben im Osnabrücker Land Tagesbildungsstätten, wo unsere Kinder, die eine Beeinträchtigung haben, toll begleitet werden.

00:44:23: Und jetzt soll das nicht Schule heißen und wenn das nicht Schule heiß ist die Finanzierung irgendwie gefährdet und da muss man wirklich viel lauter werden, um deutlich zu machen, das tut ihr hier für die Kinder und findet eine Lösung und zwar jetzt und nicht erst in zwei Jahren.

00:44:37: Man kann an der Stelle natürlich auch nochmal über die soziale Verantwortung sprechen.

00:44:40: Ich glaube direkt da hast du vorhin ja das Thema auch schon aufgemacht, dass die Unternehmen auch in der Region, auch speziell in der MS-Achse, ja sich besonders dafür engagieren auch, dass sich das sich dafür einsetzen, weil sie eben so nah an den anderen Menschen sind und weil sie wollen, dass es ihren Arbeitnehmerinnen eben gut geht und damit ja eben auch alles eingeschlossen ist.

00:45:00: Siehst du das im Bereich CSR so, dass da diese Verantwortung auch steigt, weil es ist ja auch ein Aus- für ein Unternehmen das sagen kann.

00:45:08: Pass mal auf, ich engagiere mich zum Beispiel dadurch, dass ich für die Caritas was zur Verfügung stelle oder dass ich mir einen eigenen Kindergarten mache oder dass ich die Schulranzen-Aktion unterstütze und so weiter.

00:45:18: Ist das Bewusstsein da oder steht da momentan, weil die wirtschaftliche Lage so schwierig ist oder sagen wir es mal anstrengend ist, dass das immer als erstes runterfällt?

00:45:27: Das wird in schwierigen Zeiten, wenn ich wirklich jeden Euro auch im Unternehmen umgehen muss.

00:45:33: Und das gilt sicherlich auch für einige.

00:45:36: Gott sei Dank nicht für die Masse.

00:45:38: Dann wird das natürlich schwieriger.

00:45:39: Aber ich nehme mal ein Beispiel, weil wir ja unsere Kinder Notfallbetreuung haben, wo wir sagen, als kleiner Beitrag, so wie kann ich Vereinbarkeit, Familie und Hof besser hinkriegen.

00:45:48: Und wir haben Mitglieder, die nutzen das nicht.

00:45:50: Das kostet nichts mehr, wenn ich Mitglied der EMS-Achse bin.

00:45:53: Und dann kommt man also mit dem Unternehmen ins Gespräch und dann sagen die... Wenn jetzt, bevor da eine Kinder Notfallbetreuung kommt, das kriegen wir auch so hin.

00:46:03: So wichtig sind wir nicht.

00:46:04: Und das ist für mich sinnbildlich für viele Unternehmen, die wir haben in der Region, die machen ganz viel, auch ohne es an die große Glocke zu hängen.

00:46:12: Ich würde jetzt nicht sagen, dass es nur so ein CSR-Thema für Konzerne ist, die das irgendwo ausweisen müssen, die das vielleicht eben auch als Arbeitgebermarke dann brauchen.

00:46:20: Einige machen das auch mittelständig, machen das wirklich geschickt und finden auch einen guten Weg.

00:46:24: Und ich finde das auch gute Tour, da zu sagen, Tour Gutes und Rede darüber.

00:46:28: Das ist ja auch völlig legitim.

00:46:30: Aber ich glaube, die Masse unserer Unternehmen, die verwenden da weder ein Begriff dafür, sondern die engagieren sich.

00:46:36: Und das machen die auch nicht, weil sie damit eine Rendite im ersten Fall erwarten.

00:46:40: Das, was ich gerade gesagt habe, dass sie sich dann ausdenken, wenn ich mich das jetzt mache, dann kriege ich nachher das wieder, sondern weil sie einfach, ich sage es mal deutlich, das Herz am rechten Fleck haben.

00:46:49: Ja,

00:46:49: also... Ich kann an dieser Stelle einfach nochmal sagen, das ist wahrscheinlich auch in deinem Sinne Johannes, wir haben damals auch diese Unterstützung erfahren, dass wir innerhalb von glaube zwei Wochen, gerade als die Ukraine Krieg da ausgebrochen ist, was ja schon ... doch schon sehr lange her ist, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer aus der EMS-Achse so aus dem Stand innerhalb von kurzer Zeit hundert-achtzigtausend Euro zur Verfügung gestellt haben.

00:47:10: Und Johannes, du warst, glaube ich, auch mit dem Partner Bistum in Allenstein und hast dann auch vor Ort gesehen, dass dieses Geld auch tatsächlich dort angekommen ist, wofür es gedacht war.

00:47:20: Ja, wir haben, also wir haben ja ehrlich gesagt zum Thema Migration immer ein bisschen skeptisch nach Polen geguckt.

00:47:26: Weil da doch eine andere Grundhaltung war und eine große Sorge über Menschen, die aus anderen Ländern kommen.

00:47:32: Aber als in der Ukraine, in der Nachbarschaft der Krieg ausgebrochen ist, sind zwei Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer in Polen aufgenommen worden.

00:47:41: Und da waren wirklich ganz, ganz viele Kinder mit besonderen ihren Müttern dann in Polen.

00:47:48: Zum größten Teil immer noch da.

00:47:50: Und da konnten wir wirklich damit toll helfen.

00:47:53: Und die Karitas in Olstein, Allenstein und der Landkreis konnten da vor Ort wirklich ganz, ganz viel Gutes tun.

00:48:00: Also ganz handfest, also von Lebensmitteln über Hygieneartikel und so weiter.

00:48:05: Erst Pakete, die da waren, bevor sich alles sortiert hat, und das hat Polen toll gemacht, muss man sagen, konnte wirklich hervorragend geholfen werden.

00:48:12: Das war ein Riesenwert.

00:48:14: Da vielleicht noch mal an dieser Stelle noch mal ein Dankeschön, auch wenn das schon ein bisschen her ist, wenn man darf auch an sowas in solchen Zeiten, in denen wir leben, durchaus mal erinnern.

00:48:22: Wir sind ja schon fast am Ende.

00:48:23: Haben wir noch irgendetwas vergessen, Johannes?

00:48:25: Hast du noch irgendwas auf dem Herzen, wo du noch sagen möchtest?

00:48:28: Das würde ich unbedingt jetzt noch sagen wollen.

00:48:32: Ja, unbedingt vielleicht nicht, aber vielleicht ein, ja, das weiß ich nicht, ob skeptischer oder wohlfollender Blick in die Zukunft ist.

00:48:41: Aber ich glaube wirklich, die Region ist so stark, dass sie Dinge wuppen kann, die woanders nicht mehr funktionieren.

00:48:46: Und es kann durchaus sein, dass es Unternehmerinnen und Unternehmer gibt, die, sagen wir mal, Ortsgebunden sehr stark sind.

00:48:53: und die selbst auch denken also ich bin hier für die menschen mitverantwortlich und damit eine alten hilfe einrichtung in zukunft noch funktioniert engagiere ich mich da auch weil da sind meine mitarbeitende später die da gepflegt werden.

00:49:05: also das sind meine meine ehemaligen und meine aktuellen haben ihre eltern da so.

00:49:10: also ich glaube diese systeme brauchen in zukunft regionale Unterstützung.

00:49:15: Also wir haben schon ehrenamtliches Engagement, wir haben ein Sozialgesetzbuch voraus, das eigentlich finanziert wird.

00:49:21: Wir wissen aber, es ist ganz schwer heute niveauvoll in Steine zu investieren und das noch irgendwie refinanziert zu kriegen.

00:49:28: Also manchmal braucht es noch ein kleines bisschen und da kann ich mir vorstellen, dass auch die Träger mal auf Unternehmen zukommen und sagen, ist das nicht etwas... Was auch für dich was

00:49:39: sein kann.

00:49:39: Genau, was wir gemeinsam machen können.

00:49:41: Dass diese lokale und regionale Zusammenarbeit, ich glaube wirklich, da steckt viel Kraft drin.

00:49:46: Deswegen funktioniert viel in der MS-Achse und das wird in Zukunft vielleicht an der End- oder Anstelle noch mal notwendiger.

00:49:54: Dirk, vielleicht noch mal aus deiner Sicht.

00:49:57: Um an Johannes anzuschließen, wo, wenn ich hier... Ich glaube schon, dass wir hier... Es ist ja ein Riesenfund, dass wir so viele Unternehmen haben, die genau hier ihren Sitz haben.

00:50:08: Die Inhaberinnen und Inhaber sind mit dem Schützenverein, mit dem Kirchenkorps, mit dem Sportverein, wie auch immer verbunden.

00:50:15: Und ich glaube, das ist ein Riesenfund.

00:50:18: dass auch solche Projekte möglich macht.

00:50:22: Und der andere Punkt, weil wir jetzt auch ein Stück weit über Geld und was wichtig ist an Spenden und ähnliches, dann gesprochen habe ich glaube, wir müssen, wenn man so wünsche ja kurz vor Weihnachten äußern darf und so zum Abschluss, vielleicht einfach auch ein bisschen wieder aufmerksam werden, so ein bisschen nach links und rechts schauen.

00:50:40: wo fehlts vielleicht beschäftigt.

00:50:42: Manchmal ist es vielleicht auch gar nicht Geld, sondern man ist das gute Wort.

00:50:45: Mal ist es jemanden zur Seite zu nehmen, mal das Gespräch anzubieten und eben vielleicht auch mal das Smartphone zur Seite zu legen und dann eben wirklich auch sich intensiver miteinander zu beschäftigen.

00:50:56: Insbesondere natürlich mit Kindern und Jugendlichen, aber eben insgesamt.

00:50:59: Aber ich glaube, wie gesagt, Geld allein kann helfen, aber löst nicht alle Probleme.

00:51:04: Eine starke Wirtschaft allein löst nicht alle Probleme dieses Miteinander.

00:51:07: Und insofern freue mich auch, dass wir heute da Im austausch waren und ja auch im austausch bleiben auch in sechsten

00:51:12: auf jeden fall ja genau.

00:51:14: Vielleicht noch ein kurzer weihnachtswunsch.

00:51:16: Ich meine das muss jetzt nichts persönliches sein aber vielleicht Wie geht es euch jetzt gerade so kurz vor weihnachten?

00:51:21: Ich weiß dass sowohl Dirk als auch Johannes noch ziemlich viel auf den zettel haben.

00:51:25: Wann kommt für euch so die weihnachtsruhe dann tatsächlich auf und welche wünsche habt ihr?

00:51:29: Ich fange einfach mal mit dir an wie sieht es aus?

00:51:32: du südafrika ist ja hinter dir aber War vielleicht ganz schön, aber ist es jetzt auch die Kälte und die Dunkelheit und die Kerzen und der Weihnachtsmarkt, der dich noch ein bisschen locken kann?

00:51:43: Ja, ich bin gar nicht so der ganz typische Weihnachtsmarktgänger, aber trotzdem, dass die Zeit hat, hat ihren Scham und auch in der Tat mit Kerzen und mit Familie.

00:51:53: Südafrika hat noch mal ein Stück Wort gezeigt, dass wir vielleicht auch bei bestimmten Themen entspannter sein müssen.

00:51:58: Wir reden häufig natürlich

00:51:59: über Erstweltprobleme.

00:52:01: Also das sind Dinge, wenn man da mal das Elend sieht, dann muss man sich vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle nicht andere Dinge unbedingt so aufregen.

00:52:09: Was ich mir wünsche ist... Weil du die Frage stellst, dass am Wochenende vorher, sag ich mal, da fängt Weihnachten so richtig an, also ab so, den Zehnten und Zwanzigsten, dann sind die Termine durch.

00:52:19: Aber wie gesagt, genießen kann es vorher.

00:52:20: Aber der Wunsch wäre eigentlich für sechsundzwanzig, ja, dass wir es hinbekommen, tatsächlich ein Stück weit wieder positiver in die Zukunft zu schauen, mehr miteinander zu sprechen, ist vielleicht etwas hochtrabend.

00:52:31: Aber es geht in sechsundzwanzig aus meiner Sicht nicht viel mehr oder weniger auch um unsere, unser Demokratieverständnis, um den Kapseln der Log.

00:52:40: Und in unserem gemeinsamen Interesse, die Menschen so einen Mittelpunkt zu haben, glaube ich, ist klar, was wir uns auch politisch und nicht wünschen.

00:52:48: Ja, Johannes.

00:52:49: Ja, also ganz persönlich ist das bei mir, wie bei dir auch.

00:52:53: Also meine Weihnachtsstimmung stellt sich erst wirklich kurz vor Weihnachten ein, weil doch irgendwie alles... Antagungen und Konferenzen in November und Dezember gestopft wird.

00:53:02: Insofern ist das noch viel zu tun.

00:53:04: Dann wünsche ich mir über Weihnachten keine Krise in irgendeiner Einrichtung und dass die Menschen da gut versorgt und leben können.

00:53:12: Ja, und für das nächste Jahr glaube ich so zwei grundlegende Wörter für mich.

00:53:17: Das eine ist ein bisschen mehr Vertrauen, bisschen weniger Kontrolle, bisschen weniger aufeinander gucken und sich sagen, was man falsch macht.

00:53:27: Das zweite Wort wäre dann zuhören.

00:53:29: Wir sind doch so weit auseinander, dass irgendwie ein falsches Wort schon sofort, ja, ganze...

00:53:36: Den Schreiche der Bevölkerung

00:53:38: gegeneinander aufbringt, wo ich sage nun ein bisschen die Bälle flach halten an der einen oder anderen Stelle.

00:53:43: Und da versuchen wir als Karitas unseren Beitrag zu leisten, also schon für Menschen einzutreten, aber nicht jedes Wort immer auf die Goldwaage legen, sondern dann miteinander ins Gespräch zu kommen, also Vertrauen und Zuhören.

00:53:56: Also wenn Sie ein bisschen mehr erfahren wollen über die Caritas in Bistum Osternbrück, www.caritas-o-sde, da steht eine ganze Menge, auch viel von den Themen, die wir heute besprochen haben.

00:54:05: Wenn Sie sagen, ja, ich habe jetzt noch ein Film hier belehrend, da könnte ich noch viel Leidstadt irgendwie geschenken, gespendet an die Caritas für auch meine tatsächlich vor Ort, sich befindenden Vereine.

00:54:17: fürs Altenheim für den Kindergarten, dann tun sie das einfach.

00:54:22: Sie finden auf jeden Fall die richtigen Ansprechpartner und die richtigen Adressen.

00:54:25: Ich wünsche jetzt allen erst mal noch vielleicht eine vielleicht nicht erholsame, aber doch eine leistbare Zeit kurz vor Weihnachten und dass wir uns dann in aller Frische und mit viel positiven Gedanken im neuen Jahr dann wieder treffen.

00:54:39: Dankeschön, Dirk, dass wir die Arbeit der Caritas jetzt auch über das Emsecho darstellen konnten.

00:54:44: Also allen nochmal ein schönes Fest, einen guten Rutsch ins Neujahr und viel Mut und Vertrauen für die Zukunft.

00:54:50: Das war's für heute, das war das Emsecho für Dezember.

00:54:54: Und wir hören uns im nächsten Jahr wieder, also kommen Sie auch gut rüber.

00:54:56: Dankeschön.

00:55:01: Das war Emsecho, der Podcast der Emsachse.

00:55:04: Abonnieren Sie uns und verpassen Sie keine weiteren spannenden Einblicke in unsere Region.

00:55:09: Tschüss

00:55:10: und bid an morgen.

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